Am Abend seines Besuchs in München hielt Meister Khem Singh einen öffentlichen Satsang (Vortrag über die Wahrheit) im Künstlerhaus, einem prächtigen, historischen Veranstaltungsort im Herzen der Stadt. An diesem Abend schlossen sich fünfzehn Menschen der Lehre des Shabd Yogas an. Unter der liebevollen Anleitung des Meisters begaben sie sich auf den heiligen Weg und erhielten die Verbindung zum inneren Licht und Ton.




Am nächsten Tag fand eine intimere Zusammenkunft statt, die fast wie ein privater Satsang war. Nur zehn Initiierte waren anwesend und wir hatten die seltene und kostbare Gelegenheit, mehrere Stunden mit dem Meister in sehr persönlicher Atmosphäre zu verbringen. Wir genossen dabei von ihm gesegneten warmen Chai, guten Kaffee, bayerische Brezeln und mit Zimt bestäubte Äpfel.



Die Gespräche an diesem Tag wurden tiefgründiger – es wurden Themen angesprochen, die nicht immer für öffentliche Versammlungen angemessen sind. So drehte sich eine Diskussion beispielsweise darum, ob sich der Kampf zwischen Licht und Dunkelheit, den wir heute in der Welt sehen, auch im subtilen Raum zwischen Schüler und Meister widerspiegelt. Der Meister bestätigte, dass die äußere Welt oft die innere widerspiegelt und der große Kampf zwischen positiven und negativen Kräften sowohl global als auch ganz intim in uns selbst stattfindet.
Ein weiteres überraschendes Thema war die künstliche Intelligenz. Der Meister räumte ein, dass KI zwar ein Werkzeug sein mag, das in materiellen oder sogar negativen Kräften verwurzelt ist, das sich aber dennoch sinnvoll einsetzen lässt – genauso wie unser eigener Verstand. Selbst Instrumente aus der Außenwelt können der Reise der Seele dienen, wenn sie mit Unterscheidungsvermögen und Losgelöstheit eingesetzt werden.
Der Tag war erfüllt von Lachen, Weisheit und der sanften Freude, die nur die Gegenwart eines wahren Meisters hervorbringen kann.








Am nächsten Morgen fuhren wir alle gemeinsam zum Retreat-Zentrum, um uns auf die Ankunft des Meisters vorzubereiten. Der Geist der Hingabe und Vorfreude begleitete uns – eine stille, innere Feier der zeitlosen Verbindung zwischen Seele und dem Geliebten.


